Mittwoch, 21. Juni 2017

Im Fluss

Seit letzten Herbst habe ich nichts mehr geschrieben. Und heute habe ich das Bedürfnis, in die Tasten zu hauen. Aus einer Laune heraus. Ich lasse mich von den Sätzen treiben und weiss nicht, wohin sie mich treiben werden.

Obwohl ich nicht mehr schreibe, kommen hier immer wieder Leser, oder sind es vielmehr Leserinnen? Gerne wüsste ich etwas mehr über Euch. Und über Eure Motive, weshalb Ihr da seid.

Geht es mir gut? Soweit ja. Ich bin gesund, ich geniesse den Sommer, der viel zu heiss und zu feucht ist. Ich arbeite viel, zu viel, freue mich auf die kleinen Ablenkungen des Alltags, gehe manchmal an Konzerten, gehe essen und geniesse einen guten Tropfen Wein. Und manchmal packt mich eine nicht näher zu beschreibende Sehnsucht, die unergründlich bleibt. Und wohl bleiben muss.

Ach und die ewige Angst vor der Vergänglichkeit. Dieses Hadern. Und das Unvermögen, es letztlich zu akzeptieren. Nein, ich denke nicht ständig daran. Nur manchmal, so wie jetzt, an diesem lauen, ja warmen Sommerabend, nachdem ich mich im Fluss trieben liess und das anschliessende kühle Bier genoss.

Kürzlich war ich am Konzert von Konstantin Wecker. Eine gleichaltrige Frau spricht mich an, nennt mich beim Namen. Ich bin irritiert und gebe zu, sie nicht gleich zu erkennen. Es war meine Jugendliebe. Peinlich. Und irgendwie traurig. Dabei war sie es, die mich damals für Wecker begeistern konnte. Damals, vor über 30 Jahren. Verdammt.

Ich mag den Sommer nicht wirklich. Diese aufgezwungene Heiterkeit. Dieses Schwitzen durch alle Poren. lch habe Sehnsucht nach Bergen und kühlem Wasser. Bald bin ich wieder im Engadin.

Und sonsts?
Ich gestalte mein Leben.
Einsam bin ich nicht, doch manchmal schon. Auch wenn ich inmitten von vielen Menschen bin.
Liebe? Ach.

Donnerstag, 8. September 2016

Jethro Tull (Vorfreude)

Eben habe ich die Tickets für das nächste Konzert in Basel gebucht - Vorfreude pur !!

Du und ich

Du und ich.

Ich fühle im Grunde der Dinge kein wir.
Nur ein du
und ein ich.
Aber das spielt keine Rolle,
weil ich das wir gar nicht vermisse.

Um ein wir zu haben, das trägt, bedarf es vieler Voraussetzungen.
Gemeinsam erlebte Geschichte,
gemeinsam erlebte schwierige Zeit - die schöne führt nicht zu einem wir.
Was gegeben ist: gemeinsame Sprache, ähnlicher Humor, ähnliche Vorlieben.
Liebe zum Genuss, Freude am intellektuellen Widerspruch,
Sinn für Ironie, namentlich für Selbstironie,
was in der Summe nicht ausreicht, um zu einem wir zu kommen.

Nein, ich vermisse es, das wir, nicht.
Du und ich: das ist nicht wenig. 

Samstag, 27. August 2016

Distanz schafft Nähe

Distanz schafft Nähe.
Distanzlose Nähe wäre unerträglich.
Und ich brauche beides.
Du auch.

Freitag, 12. August 2016

Genau so ist es, genau so

An einem Wochenende wie diesem

Eigentlich habe ich nichts zu berichten. Ich freue mich wie Ihr alle auf das Wochenende und darauf, etwas Distanz zu gewinnen zum Alltag und zu all dem, was mich beschäftigen mag.
Heute Abend gehe ich essen und trinke dazu ein feines Glas Wein in angenehmer weiblicher Begleitung.
Wir werden im Garten eines lauschigen Bistros sein und über dieses und jenes debattieren.
Wir werden jeden Gang geniessen, staunen, lachen, schweigen.
Später, vielleicht, werden wir zusammen schlafen.
Am Samstag wird ausgeschlafen, dann ausgiebig gefrühstückt mit allem, was dazu gehört. Dann bin ich wieder allein bzw. abends mit meiner Tochter zusammen: zusammen kochen, berichten, Wäsche erledigen. Dann ein Film?
Sonntag? Alles noch offen, vielleicht schwimmen im grünen Fluss?
So wird das sein an diesem gewöhnlichen Wochenende.

Samstag, 30. Juli 2016

Ferienbilanz

Ferien: bald vorbei.
Bleibende Eindrücke, Flucht aus dem Alltag.
Nähe und Streit.
Viel gegenseitiges Verständnis als auch Unverständnis.
Heisse Nachmittage am Strand oder in den Bergen.
Zäh dahinfliessende Zeit.
Launischer Atlantik: wild und zahm in derselben Stunde.
Abends Wein, manchmal viel davon.
Der Sommer dauert nicht mehr so lange.

Freitag, 1. Juli 2016

Montag, 6. Juni 2016

Alte Rechnungen

Manchmal können mich banale "alte" Rechnungen aus der Fassung bringen.
Nicht des Betrags wegen.
12. Mai 2001, 8. August 2003.
Sie lösen vielmehr ganze Erinnerungsschübe aus. 

Von der Mitternachtssonne

Sehnsucht nach der Mitternachtssonne,
nach dem Norden und der wärmenden Kälte.
Nichts als Weite, Seen, Wälder.
Sonne, die nicht unterzugehen scheint. 

Dienstag, 31. Mai 2016

Vom Nichtgähnen beim Lesen

....demgegenüber: Max Frisch.....

Immer wieder neu zu entdecken, neu zu lesen.
Nie das Gefühl des déjà-vu, vielmehr der permanenten Neuentdeckung.
Auch bei Sätzen, die man schon gefühlte tausend Mal gelesen hat.....

aber vor allem: standhalten, dem Licht, der Freude (wie unser Kind als es sang) im Wissen, 
dass ich erlösche im Licht über Ginster, 
Asphalt und Meer, standhalten der Zeit, beziehungsweise 
Ewigkeit im Augenblick. 
Ewig sein: gewesen sein

Vom Gähnen beim Lesen

Gewisse Literatur, die ich durchaus gerne lese (namentlich aus dem Bereich der Erotik), langweilt mich in letzter Zeit gewaltig. Ich gähne, wenn ich davon lese. Ein déjà-vu nach jeder Zeile.